PainMonit

Das Ziel von PainMonit ist die Entwicklung eines multimodalen sensorbasierten Schmerzmonitoring-Tools zur ganzheitlichen Überwachung von Schmerzen im physiotherapeutischen Behandlungskontext. Dabei soll die ansonsten subjektive Wahrnehmung von Schmerz objektiv quantifizierbar und reliabel werden, indem simultan gemessene physiologische Daten aus verschiedenen sensorbasierten System zusammengeführt werden.

Im diesem ersten Experiment des Gesamtprojektes PainMonit werden 50 gesunde Probanden experimentellen Hitzeschmerzreizen verschiedener Intensitäten ausgesetzt. Hierzu wird eine Thermode am nicht-dominanten Unterarm befestigt und zunächst die Wärme-Detektionsschwelle, die Hitzeschmerzschwelle und die Hitzetoleranzschwelle erfasst. Es folgt eine Kalibrierung der Temperatur, die bei dem individuellen Probanden erforderlich ist, um eine Schmerzintensität von 50/100 (VAS) auszulösen. Im Folgenden werden in randomisierter Reihenfolge eine Serie von Reizen verabreicht, die zu 50% über und zu 50% unter dieser Schwelle liegen. Der/die Proband_in bewertet während dieser Datenerhebung kontinuierlich auf einer digitalen VAS (COVAS) die empfundene Schmerzintensität. Parallel werden anhand von verschiedenen Sensoren z.B. der Hautleitwert, die Herzratenvariabilität, die Anspannung der Nackenmuskulatur (über Oberflächen –Elektromyographie), die Atemfrequenz und weitere physiologischen Parameter erfasst. Diese Daten werden informationstechnologisch zusammengeführt und ergeben einen Wert, der genauer als jedes Einzelsystem vorhersagen soll, wie stark ein Schmerz zum Zeitpunkt der Aufnahme war.